Der P2P-Check
1. Habe ich erneuerbare Stromerzeugung oder geeignete Flächen?
PV-Anlage, große Dachfläche, Parkplatzüberdachung, Wasserkraft, Biogas oder eine andere erneuerbare Erzeugungsmöglichkeit?
Je größer das noch ungenutzte Erzeugungspotenzial, desto interessanter wird die Prüfung.
2. Habe ich Stromüberschüsse?
Produziert meine Anlage regelmäßig mehr Strom, als am Standort benötigt wird?
Dann ist dieser Überschuss der erste Kandidat für Energy Sharing.
3. Gibt es andere geeignete Verbraucher?
Weitere eigene Standorte? Mieter? Nachbarbetriebe? Tochtergesellschaften? Gewerbebetriebe? Ladeinfrastruktur?
Entscheidend ist nicht nur, wie viel diese Verbraucher benötigen, sondern wann sie Strom benötigen.
4. Passen Erzeugung und Verbrauch zeitlich zusammen?
Das sollte nicht geschätzt, sondern anhand der Viertelstundenwerte analysiert werden.
Je besser Erzeugungs- und Lastprofile zusammenpassen, desto höher kann der unmittelbar teilbare Anteil sein. Ein Speicher kann das Potenzial zusätzlich erhöhen.
5. Ist die Differenz zwischen Einspeise- und Bezugspreis groß genug?
Was bekomme ich heute für eine eingespeiste Kilowattstunde – und was bezahlt mein potenzieller P2P-Partner für seinen Strom?
Je größer diese Differenz nach Berücksichtigung von Netzkosten, Abgaben, Steuern, Abrechnung und sonstigen Kosten ist, desto interessanter kann P2P werden.
Auflösung:
4–5 × JA
Unbedingt prüfen. Sehr gutes Potenzial für ein P2P-Modell.
2–3 × JA
Genauer rechnen. Lastprofile und Viertelstundenwerte analysieren.
0–1 × JA
P2P ist derzeit vermutlich nicht die erste Optimierungsmaßnahme – PV, Verbrauchsoptimierung oder Speicher können zunächst wichtiger sein.